Stellt in der Psychotherapie das Verhältnis zwischen Praxis und Forschung ein Bündnis dar - oder hat eine der beiden Welten über die andere zu bestimmen? Eine lebhafte Kontroverse ist dazu entstanden. Angestoßen wurde sie von den Wertungen, die von der Berner Autorengruppe um Klaus Grawe veröffentlicht wurden - und von deren großem Medienecho.
- Ein wichtiger Beitrag ist Martin Seligmans Veröffentlichung über die Consumer Reports Studie.
- Seligmans Arbeit wurde von einer Reihe von Autoren in einem Sonderheft des American Psychologist (10/96) aufgegriffen. So sehen Strupp, Seligman und Goldfried die Gefahr eines Mißbrauchs bestimmter Forschungsmodelle, um praktische Psychotherapie zu reglementieren und einzuschränken. Dazu mehr.
- "Wer bestimmt, was hilft": Unter diesem Titel habe ich eine ausführliche Übersicht geschrieben über die Begegnungspunkte, Reibungen und Konflikte zwischen psychotherapeutischer Praxis und Psychotherapieforschung. Inhaltsverzeichnis und Ausschnitte aus dem Buch: "Wer bestimmt, was hilft".
- Die Formulierung einer Allgemeinen oder Wissenschaftlichen Psychotherapie stellte im Herbst 96 Prof. Urs Baumann im Report Psychologie vor. Eine kritische Ausarbeitung dazu: "Wissenschaftliche Psychotherapie und kreative Reflexion".
- Zur Kontroverse um das professionelle Selbstverständnis der Psychotherapeuten veröffentlichte Prof. Michael Buchholz in www.psychotherapie.org einen sehr interessanten und wichtigen Artikel: "Psychoanalytische Professionalität"
Über Kommentare, Rückmeldungen und Anregungen würde ich mich freuen: e@schneider-belle.de
Weiteres Material auf meiner Homepage.